,,Max7’’

Ben (22), Tessa (21), Jogi (23), André (20) – Studierende – Zentrum – Stadtwohnung – ca. 120 qm – 5 Zimmer, Küche, Bad

 

1. Seit wann wohnt ihr schon hier?

Jogi: Ich bin schon seit über einem Jahr hier, also der ,,WG-Älteste’’. Da durfte ich dann auch stetig den Einzug der neuen Mitbewohner bewundern. Seit ich hier wohne gab es schon zehn Bewohner, die ein und wieder ausgezogen sind.

Ben: Tessa und ich haben davor schon zusammengewohnt. Wir kennen uns seit 2 Jahren und seit August wohnen wir nun hier.

André: Ich wohn’ hier seit Anfang Oktober.

 

 

2. Wie seid ihr nach Bayreuth gekommen?

Tessa: Also ich komme eigentlich aus Leipzig und bin nach Bayreuth gekommen, weil der Studiengang hier ohne N.C. war. Ich studier’ Ethnologie und Theaterdidaktik im Nebenfach. Das war eher so `ne Kurzschlussentscheidung und ich dachte so, ich mach das jetzt mal und schau was passiert.

Jogi: Ich bin seit einem Jahr in Bayreuth und mach hier den Master in Wirtschaftsgeschichte und VWL. Der Grund ist, dass ich letztes Jahr von diesem Master gehört hab und er in Deutschland sonst nirgendwo angeboten wird. Ursprünglich komm ich aber aus München und hatte von Bayreuth davor keine Ahnung. Das ist ´ne sehr interessante neue Erfahrung.

André: Ich bin ursprünglich aus Fürth und Bayreuth ist ja einer der wenigen Standorte an denen es Sportökonomie gibt und weil ich nicht genau wusste, was ich mit Sportwissenschaften danach anfangen sollte hab’ ich dafür entschieden. Gleichzeitig hab’ ich angefangen in der Altstadt Fußball zu spielen und das waren dann so die beiden Beweggründe.

Jogi: Wie heißt das? Anstalt?

André: Nee, Altstadt!

Ben: Oldschdood.

(lachen)

Ben: Ich bin zwar nicht in Bayreuth geboren, aber hier aufgewachsen. Bayreuth ist ´ne schöne Stadt und es hat sich angeboten hier zu bleiben, weil es meinen Studiengang nur hier gibt.

JogI: Und du kannst nicht ohne die fränkische Mundart.

Ben: I kann ned ohne mei Seidla!

(lachen)

 

 

3. Was ist euer wichtigster Gegenstand?

Tessa: Kaffeemaschine!

Ben: Käse!

(lachen)

Tessa: Nee, also ich find die Kaffeemaschine sehr wichtig, weil … da Kaffee kommt!

(lachen)

André: Dann möchte ich die Küche sagen. Weil das ist so unser Versammlungsort.

Jogi: Also Kaffeemaschine und so alles non sense. Ich sag meine Espressomaschine ist der wichtigste Gegenstand!

Ben: Der Aschenbecher im Wohnzimmer ist sehr cool … aber nee, der auch nicht.

Ich nehm’ den Kühlschrank, weil der hält die Milch für den Kaffee kalt.

Tessa: Ja!

Jogi: Und André du dann den Schrank, weil der hält den Zucker oder was?

André: Nee, ich bleib bei der Küche, weil wir uns da alle immer treffen.

(Alle rufen ,,Ooooh’’ und lachen)

 


Treffpunkt: Küche.

 

4. Was findet ihr an eurer Wohnung besonders?

Tessa: So viel! Es ist schräg…

Ben: Das Dach, schräg…

Jogi: Man macht ´ne halbe Bergtour vom Bett zum Klo.

Ben: Stimmt! Die Klolampe auch!

Tessa: Ja, wir haben statt einem Schlüssel ein rotes Licht am Bad. Das leuchtet immer, wenn gerade jemand drin ist.

Jogi: Die Wohnung wurde auch auf dem Stadtgraben gebaut, deswegen ist hier alles schief. Und unsere Toiletten sind wie in so ´nem Kellerclub.

Tessa: Vielleicht ist es auch noch cool, dass unsere Tassen an Haken hängen.

(Die Anderen stimmen zu)

Jogi: Hier hängen auch noch Briefe aus den 90ern, wo sich irgendwelche Rechtsanwälte über den Lärm hier beschweren oder Drohgebärden aussprechen.

Ben: Oder auch einfach die Bilder auf denen die Leute aussehen, als wär’s 1981.

Aber die WG gibt’s ja auch schon seit circa 30 Jahren.

 

 


Bens Zimmer!

 


Jogis Zimmer.

 


André ist Skater. Selbstverständlich.

 


Tessas Zimmer.

 

5. Was mögt ihr nicht an eurer Wohnung?

Tessa: Sie ist so schräg…

Ben: Nee! Nochmal der Weg zum Klo.

André: Eventuell der Straßenlärm … obwohl nee, das stört auch nicht.

Das ist schon meckern auf ´nem sehr hohen Niveau.

Jogi: Wir leben hier in einer First-World-Problem-WG.

(lachen)

 

 

6. Was war das Schönste, das ihr hier erlebt habt?

Jogi: Letztes Jahr im Dezember gab es hier ´ne Party mit 200 Leuten und ´nem eigenen DJ. Das war ziemlich heftig! Wir hatten fast 36 Kästen Bier auf’m Dach stehen und noch viele andere Getränke. Ich find’s nur schade, dass wir das nicht alle zusammen erlebt haben.

Ben: Wir hatten hier vor ein paar Wochen ein Wohnzimmerkonzert und eine ganze Familie (Anm. d. Verf.: die Musiker) beherbergt. Das war wunderschön!

Jogi: Da waren auch fast 100 Leute hier!

Tessa: Ich find’s generell voll schön, dass immer Menschen da sind. Hier ist immer was los und wir haben oft Freunde zu Besuch.

André: In meiner Erstiwoche habe ich ein paar Unikollegen zu mir eingeladen, um Beerpong zu spielen. Am Anfang hatte ich ziemlich Angst, dass meine neuen Mitbewohner das nicht so cool finden, wenn ich mit 20 Leuten hier reinkomme, den Küchentisch in mein Zimmer stelle und mit denen zocke. Aber das war dann gar kein Problem und das war auf so einer unglaublich entspannten Ebene alles.

Ben: Klassische Spöko-Antwort!

(lachen)

André: Nee, wenn ich ein klassischer Spöko wär, hätt ich damals wahrscheinlich gar nix zu euch gesagt! Dann wär ich einfach reingegangen und hätte das Haus auf’n Kopf gestellt!

(lachen)

 


Das Wohnzimmer mit Blick zur Küche.

 

Und hier mit Blick aus der Küche.

 

7. Was ist eigentlich die Geschichte hinter dem Max7-Drink?

Jogi: Also der besteht ja aus … aus …

Tessa: Na? Aus was denn? (lacht) Zitronen, Zucker, Mate und Gin!

Jogi: Den gab’s ja erst im Glashaus und dann später wurde er durch unseren ehemaligen Mitbewohner im Heimathafen eingeführt.

Tessa: Der ist hier halt mal vor vielen Jahren entstanden und die Leute, die hier gewohnt haben waren natürlich auch oft im Glashaus oder im Hafen. Für die Partys ist die Max7 ja auch recht bekannt.

(Es entsteht eine längere Diskussion darüber, wie lang es die WG denn nun schon gibt und

wie der Drink wirklich entstanden ist.)

 


Die Abstellkammer.

 

8. Was gefällt euch an Bayreuth und würdet ihr hierbleiben?

Tessa: Also ich find’ Bayreuth schön, weil ich dieses Kleinstadtleben davor nicht kannte. Man kommt sehr schnell überall hin und so. Aber ich bin auch froh, wenn ich in ein paar Jahren hier weg bin. Für’s Studium ist es echt toll, aber ich finde man versumpft hier viel zu schnell.

Jogi: Ich habe davor auch noch nie in so einer kleinen Stadt gelebt und das ist `ne sehr interessante Erfahrung. Den Campus und die Uni an sich finde ich ziemlich cool. Ein großer Teil des Alltaglebens spielt sich halt dort ab.

André: Ich bin ja erst seit Semesterbeginn hier und mir gefällt’s extrem. Durch die Lage in der Innenstadt ist es für mich natürlich auch total einfach überall hinzukommen und von daher kann ich bis jetzt nur positive Dinge über die Stadt sagen.

Ben: Bayreuth ist mir erst nach der Schulzeit so wirklich ans Herz gewachsen, aber jetzt kann ich auch nicht abwarten hier mal wegzukommen.

 

 

9. Habt ihr noch eine Lebensweisheit für uns?

Tessa: Stay true.

Ben: Get cake, die young!

Jogi: Nie vergessen Kuchen zu essen.

Tessa: Auch Rothaarige haben Seelen.

André: Schön in Buchführung gehen. Oder nee … lest mehr Bücher!

Jogi: Nehmt die Uni nicht so ernst, genießt es. Ich weiß … volles Klischee, aber so ist es!

 


Blick aus dem Wohnzimmerfenster.

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.