,,Der Klo-Schredder’’

St. Georgen – 2. Stock in einem Mehrfamilienhaus – ca. 90 qm – 4 Zimmer, Küche und Bad

 

Bert, 20, studiert Biochemie

 

 
 
 
 
 
 

 

Paul, 19, studiert Biochemie

 

 
 
 
 
 
 

 

Eike, 21, studiert Biochemie

 

 
 
 
 
 
 
 

 

1. Wie lange kennt ihr euch schon?

Paul: Ich kenne Eike seit der Kneipentour im 1. Semester. Bert fanden wir irgendwann auch ganz sympathisch (lacht).

Bert: Ich kenne die beiden seit der ersten WG-Party hier und durch die Uni.

 


Die Dachterrasse ist ein besonderes Highlight der Wohnung.

 


Der etwas schiefe Flur der Wohnung.

2. Wie habt ihr die Wohnung gefunden?

Paul: Eike und ich wollten zusammenziehen und diese Wohnung war die zweite, die wir uns angesehen haben.

Eike: Ich habe davor in einem Wohnheim gewohnt, das fand ich nicht so toll und da Paul weg von zu Hause wollte, hat sich das dann ergeben. Eingezogen sind wir dann im April 2016.

Paul: Bert war im Sommer oft bei uns zu Besuch. Davor hat er über einer Studentenverbindung gewohnt und da er kein Mitglied war, musste er irgendwann ausziehen. Also brauchte er quasi Asyl und das haben wir ihm dann auch gewährt. (lacht)

Bert: Das war eher so: ,,Hey, du wohnst da immer noch? Zieh doch bei uns ein!’’. (lacht)

 

Die Küchenzeile haben die Jungs selbst gebaut.

 

3. Wie seid ihr nach Bayreuth gekommen?

Paul: Ich bin in Bayreuth geboren und aufgewachsen. Den Campus fand ich klasse und deswegen bin ich hier geblieben.

Bert: Ich komme ursprünglich aus Wiesbaden und fand Bayreuth als Stadt einfach schön, weil’s nicht so groß war und entspannt. Das war einfach intuitiv, also es hat einfach gepasst … und der NC natürlich (lacht).

Eike: Ja, der NC ist immer ein guter Faktor … Also ich komme aus Hannover und war nach dem Abi ein Jahr weg. Danach musste ich mich eigentlich früher bewerben und weil man das in Bayreuth nicht hatte und man hier auch Biochemie studieren kann, war Bayreuth eine einfache Wahl.

 


Pauls Zimmer ist eher minimalistisch eingerichtet.
 


Eikes Arbeitszimmer ist auch ein Durchgangszimmer zum Bad der WG.
 


Berts Zimmer wird auch als Musikzimmer genutzt.

 

4. Was ist euer wichtigster Gegenstand?

Bert: … Das ist schwer zu sagen.

Paul: Klo-Schredder !

(lachen)

Paul: Ohne den läuft nix … aber nee das können wir nicht sagen.

Eike: Was für ein schlechter Wortwitz!

(Es bricht eine kurze Diskussion über den ominösen Klo-Schredder aus)

Bert: Wir nehmen die Kaffeemaschine!

Paul: Das ist ja echt langweilig.

Eike: Ich bin für meine grünen Plüschhausschuhe.

(Paul entschließt sich daraufhin uns doch über den Klo-Schredder aufzuklären.)

Paul: Also, da bei uns die Rohre so dünn sind haben wir im Klo einen integrierten Schredder. Ich würde sagen, dass das der wichtigste Gegenstand der WG ist, weil der war einmal kaputt. Da hat irgendein Idiot (schaut zwischen den Anderen hin und her) einen Putzlappen reingeworfen. Auf jeden Fall ging der dann nicht mehr … und dann hatten wir ein Problem.

(lachen)

 


Anscheinend gab es noch keinen ernsthaften Notfall …

 

Eike: Ich glaube wir haben sogar mal eine Rückzahlung bekommen, obwohl der Wasserhahn ständig tropft!

 

5. Seid ihr eine WG, die ihr Essen im Kühlschrank markiert oder teilt ihr gerne?

Bert: Wir kochen eigentlich sehr viel zusammen.

Eike: Also generell schnorrt Paul immer! (lacht)

Paul: Touché. Aber ich bring euch auch immer Süßigkeiten oder sowas mit. Aber das mögt ihr ja meistens nicht! (lacht)

Bert: Es gibt immer diese Sonntage an denen Paul durch die Wohnung streicht und irgendwas zu essen sucht.

Paul: Dann fällt mir immer wieder ein: ,,Verdammt, heute ist Sonntag.’’

Eike: Ja, das kommt alle sieben Tage komplett überraschend!

(lachen)

 


Die Jungs kochen gerne gemeinsam. Das läuft allerdings nicht immer rund.

 

6. Was findet ihr an eurer Wohnung besonders?

Paul & Bert: Die schiefen Wände!

Paul: Und die niedrigen Decken und Türrahmen.

Bert: UND die unterschiedlich hohen Böden.

Paul: Aber auch das Dach eigentlich, welches wir zu einer Dachterrasse umfunktioniert haben.

Bert: Naja und die Toilette als Durchgangszimmer zu Eikes Zimmer.

Paul: Ich glaube, das gibt’s auch echt nicht oft.

 

Eike legt sehr viel Wert auf seine grünen Plüschhausschuhe.

 

7. Was mögt ihr nicht an eurer Wohnung?

Eike: (lacht) Das Durchgangszimmer in mein Zimmer und dass mein Schlafzimmer genau neben der Eingangstür ist.

Paul: Und die Waschmaschine … die ist ziemlich laut. Wenn die an ist, bebt auch die komplette Wohnung.

 


Das Badezimmer der WG.

 

8. Was ist das Verrückteste oder Schönste, das ihr hier erlebt habt?

Paul: Das war, als wir die Küchenzeile selbst gebaut haben. Und dann hatten wir noch eine schöne WG-Party mit so 60-70 Leuten, aber da hat Bert noch nicht hier gewohnt.

Eike: Paul ist mal gegen den Türrahmen gelaufen … das war witzig.

Paul: (lacht) Hör mal auf mich hier so schlecht darzustellen!

Bert: Die Putztage sind auch immer ziemlich witzig …

Paul: Oh ja !

(Es entsteht eine laute Grundsatzdiskussion über Berts und Eikes Unordentlichkeit, Schimmel, Mülltrennung, etc.)

 


Eike, Paul und Bert (v.l.n.r.) haben sich durch ihr Studium kennengelernt.

 

9. Was mögt ihr an Bayreuth?

Paul: Ich würde sagen, dass es echt familiär ist. Man hat hier so seine Freunde und muss sich auch kümmern, dass man selbst Partys oder Ähnliches organisiert. Es ist einfach nicht so unpersönlich wie vielleicht in anderen Städten. Als Rentner könnte ich mir auch vorstellen wieder zurück zu kommen. (lacht)

Eike: Man wird in seiner Produktivität nach acht Uhr nicht mehr dadurch abgelenkt, dass man einkaufen gehen könnte oder müsste…

(lachen)

Paul: Das hast du echt schön gesagt!

Bert: Ich finde den fränkischen Dialekt einfach total witzig!

Paul: Freilich!

 

Auf die Schallplatten im Flur sollte man ein genaueres Auge werfen.

 

10. Was wollt ihr uns unbedingt noch sagen?

Paul: Das Leben ist voller Etappenziele, eins nach dem anderen.

Eike: Filmzitate von Paul.

(lachen)

Eike: Wenn bei uns eine Murmel auf dem Boden liegt, rollt sie in die Ecke.

(wieder lachen)

Paul: Wir haben eine super nette Vermieterin. Sie beschwert sich oft, aber begründet. Andere hätten uns schon längst rausgeschmissen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.