,Studentenwohnheimcharme’’

Matze (25) – Studierender – St. Georgen – Mehrparteienhaus – 1 Zimmer mit Küche, Bad – 31 qm

 

 

 

Woher kommst du eigentlich und wie kamst du nach Bayreuth?

Matze: Also ich komme aus Burgkunstadt, das ist ja so ungefähr 50 Kilometer von hier weg und nach‘m Abi hab‘ ich erstmal den Bundesfreiwilligendienst gemacht bei den Maltesern in Burgkunstadt, um mich zu orientieren und um zu gucken was ich machen will. Dann hab‘ ich halt geschaut und hab‘ relativ schnell gewusst, dass ich Geographie studieren will, was ich jetzt auch mach‘. Da gab’s dann mehrere Optionen für mich und ich wär‘ fast in Würzburg gelandet und dann wurde es letzten Endes trotzdem Bayreuth. Bayreuth war eher so die zweite oder dritte Wahl muss ich sagen, aber ich bin unglaublich froh, dass ich in Bayreuth gelandet bin.

 

 

Was war der Hauptgrund, weshalb du dich für Bayreuth entschieden hast?

Matze: Ähm, weil’s da am einfachsten und am schnellsten mit dem Studienplatz geklappt hat muss ich ehrlich sagen (lacht).

 

Was stand denn noch so zur Auswahl?

Matze: Ganz krass Kiel. Das wär‘ dann allerdings ein naturwissenschaftliches Studium gewesen und zwar auf Meeresgeographie und ich bin ganz froh, dass ich das nicht gemacht hab‘, weil ich während des Studiums relativ schnell gemerkt hab‘, dass es dann doch eher die Menschen sind, die mich interessieren.

 

Wie lange wohnst du schon in dieser Wohnung?

Matze: Hier wohne ich seit 2 Jahren, aber seit 3 ½ Jahren wohne ich in Bayreuth. Ich hab‘ da ein bisschen eine Odyssee erlebt. Also im ersten Semester hatte ich ´ne Zweck-WG mit einem Studienkollegen, weil wir beide keine Wohnung hatten. Da haben wir uns dann über die Wohnungsbau-Gesellschaft irgendeine Bruchbude gemietet und das war echt schrecklich. Wir waren beide ganz froh, dass wir da relativ schnell raus waren. Dann sind wir in eine andere WG gezogen und mein Mitbewohner ist irgendwann nach Australien abgehauen. Dann bin ich eben auch aus der Wohnung raus und bin hierhergekommen.

 


Was darf bei einem Geographie Studenten nicht fehlen? Ja, ein Stein.

 

Wie kamst du auf diese Wohnung? Gibt es dazu eine Geschichte?

Matze: Die hab‘ ich über immoscout gefunden und das war ein ziemlicher Zufall. Ich hab‘ mir davor schon drei oder vier WGs und Wohnungen angeguckt, aber die haben mir alle nicht so zugesagt. Da hab‘ ich mir gedacht, ja komm, ist doch ganz normal, dass du da lange brauchst bist du was g’scheides findest. Die Besichtigung für die Wohnung hier war relativ früh und ich hatte erst gar nicht so wirklich Lust hinzugehen. Dann bin ich doch hin und als ich die Wohnung gesehen hab‘ mit dem Boden hab‘ ich sofort gesagt, ey da muss ich rein, das wird meine Wohnung! Ich hab dann auch der Maklerin relativ eindeutig zu verstehen gegeben, dass ich die Wohnung sicher haben möchte und dann hab‘ ich sie auch gekriegt.

 


Ausreichend. Für eine Person.

 

Gefällt es dir besser alleine zu wohnen oder vermisst du das WG-Leben manchmal?

Matze: Ich würde mich da genau auf die Mitte festlegen, weil es ist beides ziemlich geil und ich wollte auch beides mal erleben. Deswegen hab‘ ich mich dann auch für’s alleine Wohnen entschieden, weil ich mal sehen wollte, ob mir das taugt, weil ich ein sehr geselliger Mensch bin. Ich muss sagen beides hat seine Vorzüge. WG ist natürlich schön, weil man da immer Menschen um sich rum hat und wenn man seine Ruhe will kann man sich auch zurückziehen, aber das Gleiche hab‘ ich hier auch. Da ist das hier halt mein Zimmer und wenn ich unter Menschen kommen will ruf‘ ich halt jemanden an. Ich kenne mittlerweile relativ viele Leute in Bayreuth und dann geh‘ ich halt irgendwo hin. Der Trick ist, dass du dich nicht zu lange in der Wohnung aufhalten darfst, sonst drehst du hohl (lacht). Du solltest schon mehr rausgehen und nur zum essen, Fernseher gucken und schlafen hier sein oder wenn man mal einen ruhigen Abend haben will.

 

 

Lernst du auch in der Wohnung oder gehst du lieber in die Bibliothek?

Matze: Das ist auch so 50/50 muss ich sagen. Also jetzt gerade schreib ich meine Bachelorarbeit und die schreib ich mittlerweile größtenteils hier, weil ich viel mit Onlinequellen arbeite. Wenn ich aber merke, dass das zu wenig ist dann geh‘ ich schon an die Uni.

 

Welcher Gegenstand in der Wohnung ist dir sehr wichtig?

Matze: Jetzt wird’s ein bisschen sentimental … und zwar ist das dieser Pandabär hier. Den hat mir nämlich meine Mama geschenkt bei meiner ersten Abiturprüfung damals und seitdem hab‘ ich den und den schlepp ich auch überall mithin wo ich hingehe. Normalerweise sitzt der auch in meinem Rucksack, wenn ich auf Reisen bin oder so und deswegen ist der mir sehr wichtig!Ansonsten binde ich mich eigentlich sehr wenig an materielle Dinge. Was mir aber auch noch wichtig ist, ist mein Football. Nicht, weil ich im Verein spiele, sondern, weil ich den immer in der Bibliothek dabei hab‘ und mein Kumpel und ich lenken uns dann immer bisschen von der Bachelorarbeit ab. Da kriegt man den Kopf immer wieder frei.

 


Im Single-Haushalt gibt es natürlich immer wieder Pizza!

 

Was ist für dich das Besondere an deiner Wohnung?

Matze: Auf jeden Fall der Boden! Auf den stehe ich seit dem ersten Moment, wo ich hier drin war. Das ist meistens auch das Erste, was den Leuten auffällt, wenn sie in die Wohnung kommen. Ich finde es auch schön ,dass die Wohnung sehr sehr hell ist und trotz der kleinen Größe drei riesige Fenster hat. So ´ne kleine Wohnung kann halt auch sehr viel Charme haben und ich fühl‘ mich sehr wohl hier.

 

 

 

Gibt es etwas, was du an deiner Wohnung nicht magst?

Matze: Ja, das gibt’s in der Tat und zwar ist das der fehlende Balkon. Ich war zwar ganz fleißig und hab‘ mit dem Rauchen aufgehört, also dafür brauche ich ihn nicht mehr, aber ich finde so ein Balkon ist so ein kleines Stückchen Freiheit in der Stadt und in unserem Garten hält sich halt eh nie jemand auf und es ist immer bisschen so ´ne Überwindung.

 

 

An welches bestimmte Erlebnis in deiner Wohnung wirst du dich immer zurück erinnern?

Matze: Boah, da muss ich jetzt überlegen … mir fällt im Moment nichts ein. Dadurch, dass es halt ´ne Einzimmerwohnung ist, hältst du dich halt nicht so viel hier auf. Ich kann hier halt auch keine Partys feiern, wie in einer WG … aber doch es gibt was. Also das ist halt so ein Erlebnis, was man jetzt schon öfter gemacht hat und zwar treffen wir uns hier manchmal zum Football gucken mit meinen Kumpels und dann essen wir halt Spareribs und gucken Football. Das ist eigentlich immer ganz geil, aber es passiert in der Wohnung halt auch seltener, weil meine Kumpels halt alle in der Innenstadt wohnen und denen ist es dann oft zu weit hier herzukommen. Obwohl, dass hier für mich auch Innenstadt ist (lacht)

 

Gibt es außer dem Balkon noch etwas, was dir an deiner Wohnung fehlt?

Matze: Ja, also mir ist bewusst, dass ich mich für eine Einzimmerwohnung entschieden hab‘, aber die Küche besteht halt aus zwei Kochplatten ohne Ofen. Ich hab‘ nur so `nen Elektroofen. Man kommt damit zurecht, aber ich würd‘ mir schon eine extra Küche wünschen, das wäre die perfekte Wohnung für mich. Das wäre das Einzige, was mir noch spontan einfallen würde.

 


Kommas retten Leben!

 

Was sind für dich die Pros und Contras an Bayreuth?

Matze: Ich finde der Charme Bayreuths erschließt sich einem erste, wenn man länger hier ist. Wenn man einmal in Bayreuth war und sonst nie, dann findet man das hier scheiße in der Regel. Aber wenn man hier wohnt und das kenne ich von echt vielen, die sich auf die Stadt einlassen sag‘ ich mal, dann findet man Bayreuth eigentlich total geil. In meinen Augen ist das auch so. Was ich ein bisschen schade finde in Bayreuth und darüber geht auch meine Bachelorarbeit im Moment ist, dass die Entwicklung des Stadtmarketings irgendwie so bisschen gebremst wird. Ich fände es halt cool, wenn Bayreuth ein bisschen weltoffener werden würde. Ich denke, dass die Tendenz auch eher dort hingeht.

…lieblich.

 

Was willst du uns unbedingt noch sagen?

Matze: Ok, dann kommt jetzt ein Witz. Darf ich auch einen sehr flach Witz erzählen? (lacht) Ok … Was hat vier Beine und erschlägt dich wenn’s vom Baum fällt?

Ein Billardtisch.

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