,,Studentenwohnheimcharme’’

Anastasia (24), Isa (21) – Studierende – Frankengut – Wohnheim– 2 Zimmer, Küche, Bad – 35 qm

 

Wie habt ihr euch kennengelernt?

Isa: Eigentlich haben wir beide angefangen zusammen BWL zu studieren und da gab es vor Semesterbeginn so ein Propädeutikum. Da wir beide zu der Zeit noch keine Wohnung hatten, waren wir im gleichen Zimmer in der Jugendherberge und dann hat das Übel einfach seinen Lauf genommen (lacht). Wir haben rausgefunden, dass wir bald das Gleiche studieren und im gleichen Wohnheim wohnen werden. Aber da haben wir erst gegenüber voneinander gewohnt und noch nicht zusammen.

Anastasia: Genau. Und nach dem ersten Semester sind wir dann zusammengezogen.

Isa: Wir haben damals gefragt, ob wir Wohnungen tauschen könnten. Weil ich habe davor noch alleine gewohnt und sie war eigentlich 24/7 bei mir (lacht). Und dann haben wir eben diese Zweier-WG bekommen.

 

 

Anastasia: Das sind jetzt schon drei Jahre und seit dreieinhalb Jahren kennen wir uns praktisch.

 


Isa’s Zimmer.

 

Wie seid ihr denn nach Bayreuth gekommen?

Anastasia: Ich hab‘ davor Medienwissenschaften in Regensburg studiert, aber dann nach dem Wintersemester abgebrochen. In Bayreuth kann man zum Sommersemester mit BWL anfangen und im Vergleich zu anderen Unis waren die Bewertung im Fach BWL ganz gut und so hab‘ ich mich dann für Bayreuth entschieden.

Isa: Ich war nach dem Abi viel reisen und arbeiten. Ich wollte dann unbedingt aus Stuttgart weg und Bayreuth war für BWL unter den Top 10 und es ist ´ne Campusuni, was für mich ein klarer Vorteil ist. Dann wurd‘ ich angenommen und dann war ich hier so. (lacht)

 


Anastasia’s Zimmer.

 

Was ist denn euer wichtigster Gegenstand in der Wohnung?

Isa: Ich glaube für uns beide sind unsere Verkehrsschilder sehr wichtig, weil jeder der unsere Wohnung kommt da unterschreibt und die wollen wir auch mitnehmen, wenn wir dann mal ausziehen.

Anastasia: Dann haben wir auch eine schöne Erinnerung an Bayreuth und unsere gemeinsame Zeit hier.

Isa: Was ich noch schön finde ist das Bild an unserer Klotür mit der Frau, die einen Wasserkrug auf dem Kopf trägt. Das hat mir ein Kumpel aus Togo mitgebracht.

Anastasia: Ich mag auch noch meine Lichterkette. Vor allem im Winter macht’s das einfach gemütlicher.

 


Hier unterschreiben die Besucher der WG.

 

Was eurer Meinung nach das Besondere an dieser Wohnung?

Isa: Die Nähe zur Uni und zum Glashaus, aber an sich gibt’s hier nichts übertrieben geiles (lacht).

… Oh, und der begehbare Kleiderschrank in jedem Zimmer. Mit Licht!

 


Blick in den Innenhof mit Springbrunnen.

 

Was mögt ihr nicht so an eurer Wohnung?

Anastasia: Wo fangen wir an?

(lachen beide)

Isa: Der Teppichboden. Ich will nicht wissen, was sich da alles verfängt, was da schon alles drin ist. Der ist ekelhaft … da braucht man nicht drüber reden.

Anastasia: Ja! Und wir haben auch keinen Ofen … also die Küche ist allgemein auch sehr klein. Und es ist auch schade, dass es nicht wie so ein Wohnzimmer oder einen Aufenthaltsort gibt.

Isa: Und, dass es kein natürliches Licht im Bad gibt oder ein Fenster. Der Abfluss im Bad funktioniert halt auch gar nicht bei zwei Mädels mit langen Haaren und diese Schlafsofas sind auch mega unbequem. Wir haben beide noch eine Matratze drüber, weil man da nicht drauf schlafen kann. Da sind auch mysteriöse Flecken drauf und so…

 

 

Gab es hier ein besonderes Erlebnis, an welches ihr euch immer wieder erinnert?

Isa: Irgendwann im Sommer hatten wir hier mal eine Home-Party mit Freunden und wir dachten es wäre eine super Idee eine Wasserschlacht mit Wasserpistolen anzufangen. Das ist halt nicht so gut geendet (lacht). Wir hatten halt ungefähr zwei Tage Stromausfall, weil das ein Wochenende war. Der Sicherheitskasten ist nämlich in der Wohnung neben an und der Hausmeister war auch nicht da.

Anastasia: Da ist halt Wasser in die Steckdose gekommen und wir haben nicht drüber nachgedacht und einfach was angesteckt und zum Glück ist nichts schlimmeres passiert (lacht).
Als wir gerade hergezogen sind waren wir auf einer Kneipentour und abends als wir nach Hause gekommen sind, hab‘ ich versucht die Tür aufzusperren, aber der Schlüssel hat sich nicht bewegt. Später sind wir draufgekommen, dass Isa ihren Schlüssel innen stecken hat lassen. Also waren wir dann ausgesperrt. Dann mussten wir den Schlüsseldienst anrufen und da es schon so spät war hat das natürlich auch gleich über 400 Euro gekostet.

Isa: Außerdem mussten wir auch noch zwei Stunden auf ihn warten. Wir hätten einfach irgendwo anders schlafen sollen.

 

 

Was würdet ihr euch gerne noch für die Wohnung anschaffen?

Anastasia: Eindeutig einen Ofen! Wollten wir auch schon länger mal kaufen …

Isa: Sonst eigentlich nichts denke ich.

Wie findet ihr Bayreuth insgesamt?

Isa: Also ich mag das Glashaus. Da bin ich häufig (lacht). Und auch das man zu Fuß überall hinkommt, auch wenn es doof ist, dass nachts keine Busse mehr fahren. Sonst gibt es für ´ne Kleinstadt auch ein relatives großes kulturelles Angebot, zum Beispiel das Forum Phoenix oder das Transition-Haus. Die Stadt ist auch ziemlich grün. Was mir fehlt ist ein bisschen mehr Hip-Hop und Trap oder generell ein Club, der nicht so im kommerziellen Stil ist.

Anastasia: Ich finde es hier zum Studieren echt gut und weil ich aus einem Kaff komme, ist die Größe für mich auch in Ordnung. München oder Berlin wäre mir wieder zu groß. Trotzdem würde ich gerne nochmal was anderes sehen. Eine größere Vielfalt an Restaurants wäre auch noch schön, weil irgendwann hat man schon alles ausprobiert.

 


Sicherheitshinweis!

 

Was wollt ihr uns noch sagen?

Isa: Legt euch alle eine Infrarotlampe für den Winter in Bayreuth zu. Es wird hässlich! Und ruft niemals nachts den Schlüsseldienst! Oder lasst nie den Wasserkocher auf der offenen Herdplatte stehen, sonst kommt die Feuerwehr. Und mit Schlüsseln oder Wasserpistolen muss man auch vorsichtig sein!

Anastasia: Sucht euch auf jeden Fall eine WG und wohnt nicht alleine im Wohnheim, weil so kann man auf jeden Fall viele coole Leute kennenlernen und sich ein Netzwerk aufbauen!