,,Fledermausland’’

Kristina (31 – Erzieherin), Johannes (31 – Modellbaumechaniker) – Altstadt – Stadtwohnung – 80 qm – 3 Zimmer, Küche, Bad, WC

 


Kristina und Johannes richten die Altbauwohnung stilvoll ein.

 

Wie lange kennt ihr euch schon?

Kristina: Im Oktober werden es 3 Jahre. Also seitdem sind wir zusammen, aber kennen tun wir uns seit … 4 1/2 Jahren ungefähr. Eine ganz gute Freundin von mir hat uns beide verkuppelt (lacht).

Johannes: Ja, aber das hat irgendwie erst beim zweiten Mal geklappt…

(lachen)

Kristina: Ja, ich wollte am Anfang nicht und hab immer gesagt: ,,Ich will nicht verkuppelt werden!“. Aber dann hat’s einfach trotzdem geklappt.

 


Noch ist die Wohnung sehr minimalistisch einegrichtet.

 

Habt ihr davor auch schon zusammen gewohnt?

Kristina: Nein, das ist unsere erste gemeinsame Wohnung. Davor sind wir immer schön gependelt nach Hahnenhof und Auerbach.

Johannes: Ja, das war immer so im Dreieck…

Kristina: Das waren halt immer 40 Minuten fahrt.

Johannes: Ich habe davor in Auerbach gewohnt und in Pegnitz gearbeitet und Kristina hat eben in Hahnenhof gelebt und in Bayreuth gearbeitet.

Kristina: Ja und ich wollte nie nach Auerbach. (lacht) Und in mein Elternhaus in Hahnenhof wollten wir auch nicht ziehen…

Johannes: Wir wollten halt beide erstmal raus und was Eigenes haben.

 


Eine neue Couch ziert das Wohnzimmer der Altbauwohnung und auch die Liegestühle dürfen nicht fehlen.

 

Wie habt ihr die Wohnung gefunden?

Kristina: Soll ich die ganze Geschichte erzählen? (lacht) Aaalso … Seine Cousine hat mir eine Wohnung geschickt, die sie auf Facebook gefunden hat. Er ist zwar auf Facebook, aber war eben nicht in dieser Wohnungsgruppe. Ich habe kein Facebook und dann habe ich aber die Person erkannt, die die Anzeige eingestellt hat. Ich kannte die von früher und habe mir dann über eine andere Freundin ihre Telefonnummer geben lassen und gesagt, die Wohnung will ich haben! Da habe ich noch nicht mal die Bilder gesehen, sondern nur eine Beschreibung. Nachdem ich die Bilder gesehen hab‘, hab‘ ich mir gedacht, die Wohnung kenn‘ ich doch! Die gehörte nämlich davor noch anderen Bekannten und da war ich auch mal zu Gast. Das war auf jeden Fall total lustig, weil ich eigentlich die vorherigen Bewohner und die Wohnung schon kannte.

Vor allem vor zwei Jahren wurde mir die Wohnung schon mal von der früheren Bewohnerin angeboten und da habe ich abgelehnt, weil wir beide noch nicht so lange zusammen waren. Dann habe ich mich im nachhinein geärgert, aber die Wohnung kam ja wieder zu uns. (lacht)

 


In allen Zimmern sind die original Holzdielenböden offen gelegt.

 

Was ist euer wichtigster Gegenstand?

Kristina: Laptop! Oder? Da sind wir uns beide einig.

Johannes: Ja!

Kristina: Ich brauch‘ ihn zum netflixen und er zum Facebook schauen! (lachen)

Johannes: Das Bett halt noch, weil das habe ich selber gebaut. Aber das ist ja sowas Grundlegendes.

 


Johannes hat das Bett einfach selber gebaut!

 

Was findet ihr an der Wohnung besonders?

Kristina: Oh, da gibt es voll viel. Also was ich mega find‘ sind diese Altbautüren. Dann natürlich auch der Holzboden, der Balkon und diesen alten Riegel an unserer Tür.

Johannes: Die Abstellkammer ist auch hammer! Das waren halt auch so die Gründe, warum wir die Wohnung genommen haben.

 


Der Balkon ist groß genug um ein paar Freunde zu empfangen!

 

Was mögt ihr denn nicht so an eurer Wohnung?

Kristina: Es sind keine Hunde erlaubt… Alle Tiere darf man haben. Aber keine Hunde. Das find‘ ich ziemlich schade und die Straße vor dem Haus halt… das ist aber erträglich.

Johannes: Der Keller ist nicht so der trockenste … (lacht) Da mache ich mir im Winter ein bisschen Sorgen.

 


Noch ist im Büro eine kleine Abstellkammer für Bauutensilien.

 

Ihr wohnt jetzt seit 2 Monaten in der Wohnung. Gab es schon ein besonderes Erlebnis an, dass ihr euch noch lange erinnern werdet?

Kristina: Ja! Wir hatten 10 Fledermäuse im Schlafzimmer … nachts um halb 12.

Johannes: Ich hab‘ mir nur gedacht, was ist denn da drüben für ’ne Party? (lacht)

Kristina: Wir hatten ja noch Glück. Ich hab von Fällen aus der Umgebung gehört, da waren es 25 Fledermäuse oder mehr. Ja … also das war so unser Highlight bis jetzt. Wir haben jetzt auch ein Fliegengitter am Fenster! Am Anfang hatten wir mal zwei drin. Das war ja noch ganz süß und denen hab‘ ich sogar eine Wasserschale rausgestellt, damit sie was trinken können. Und dann nachts um halb 12 hab‘ ich mir gedacht, jetzt ist die Freundschaft vorbei!

Johannes: Wir haben am Anfang auch gedacht die gehen weg vom Licht, aber das war leider falsch … (lachen)


Gibt es einen Gegenstand, der noch nicht in der Wohnung steht und auf den ihr euch besonders freut?

Kristina: Die Werkbank! Ganz klar meine Werkbank in der Küche.

Johannes: Die wenn mal steht, dann mach ich drei Kreuze. (lachen)

Kristina: Ja, angeblich soll die voll schwer sein … und angeblich auch sehr schmutzig und voll viel Arbeit machen die herzurichten. (lacht)

Wir haben immer mal wieder auf eBay-Kleinanzeigen geschaut, aber da sind die voll teuer dafür, dass sie arg abgeranzt ausschauen. Aber der Papa von ’ner Freundin der arbeitet bei der deutschen Bahn und weil die immer mal so Schreinerarbeiten machen hat der eine. Mit dem bin ich jetzt gerade im Kontakt und der versucht mir eine zu organisieren!

 


Bald kommt hier noch eine alte Werkbank zum Inventar dazu.

 

Was gefällt euch an Bayreuth – beziehungsweise – was gefällt euch nicht?

Kristina: Ich liebe halt Bayreuth, weil es meine Heimat ist. Und wenn man so durch die Stadt läuft ist alles klein und überschaubar. Man kennt auch immer mal jemanden. Die Kneipenkultur wird jetzt auch gerade ganz gut … das macht sich voll.

Johannes: Also ich muss sagen … ich war anfangs ned so mega begeistert. Ich komm‘ ja aus Auerbach und wir waren halt immer so Richtung Nürnberg unterwegs. Da hab ich auch viele Freunde und bevor ich die Krissi kennengelernt hab‘, wollte ich eigentlich immer nach Nürnberg ziehen. Das hat sich halt jetzt komplett verworfen und bei uns gab es halt früher immer so das Klischee, Bayreuth die Möchtegern-Großstadt und so … Das war halt am Anfang nicht so mein Wunschtraum. Aber mittlerweile finde ich es auch ganz gut hier, absolut. Man hat hier halt auch alles was wichtig ist und es werden auch immer mehr soziale Kontakte hier. Das ist sehr wichtig, weil das macht vieles aus. Ich fühle mich mittlerweile auch einfach daheim.