,,A Baareider’’

Jonas (24), Student & DJ – 1. Stock in einem Mehrparteienhaus – 35 qm – 1 Zimmer mit Küche, Bad – Innenstadt

 

1. Kommst du ursprünglich aus Bayreuth?

Ich komm’ aus Bayreuth gebürtig. Immer in Bayreuth gewesen, außer ein Jahr in Nürnberg zwischendrin. Aber ansonsten Baareider. (lacht)

 

 

2. Wie hast du die Wohnung hier gefunden?

Die Geschichte ist ganz witzig eigentlich … oder was heißt ganz witzig. Durch den besten Freund meiner Ex-Freundin. Eigentlich konnte ich ihn nicht leiden, aber er hatte mir dann die Wohnung vermittelt und ja … das war dann eigentlich ganz cool. Hier hat vorher der Physiotrainer von Medi Bayreuth gewohnt.

 

 

3. Wolltest du von Anfang an alleine wohnen?

Also bei mir hat sich die Frage nach einer WG eigentlich nie gestellt. Ich habe ja davor in Nürnberg alleine gewohnt und dann bin ich zurück. Inzwischen könnte ich das schon machen denke ich, wenn es auf eine bestimmte Zeit wäre. Also jetzt nicht so unbestimmt, aber wenn es ein halbes Jahr für mein Praktikum wäre, dann wäre es ok.

 

 

4. Wie kommt es dazu?

Ich hab’ viele Freunde, die schon richtig schlechte Erfahrungen mit WGs gemacht haben und das war echt ein abschreckendes Beispiel. Ich glaube ich kenne mehr Leute, die sich bei mir über ihre Mitbewohner auskotzen, als WGs, wo man sagt, es läuft super harmonisch.

Außerdem so ´nen gewissen Rückzugsort zu haben einfach. Man sperrt die Wohnung auf, man ist alleine… das finde ich schon ziemlich lässig.

 

 

5. Welcher ist dein wichtigster Gegenstand?

Ähm… also das wichtigste an sich, funktionell, ist definitiv meine Spülmaschine. Das war DIE Anschaffung schlechthin. Also die möchte ich auch nicht mehr missen wollen! Sonst hab’ ich eigentlich keinen konkreten Lieblingsgegenstand.

 

 

5. Was ist das Besondere an deiner Wohnung?

Ich hab’ unter mir ´ne Bar! Das ist eigentlich schon Tradition, dass wir da nach dem Vorglühen hingehen und ´nen Kurzen trinken. Ansonsten hab´ ich für die kleine Fläche auch extrem viele Fenster. Also das ist hier richtig Big Brother, wenn hier alles offen ist und ich hab´ noch ´nen Balkon. Die Lage ist auch noch geil … aber das Wichtigste ist: Ich hab’ ein gelbes Klo!

 

 

6. Was magst du nicht an deiner Wohnung?

Tatsächlich auch die vielen Fenster irgendwo, weil man sich besonders abends, wenn das Licht an ist sehr beobachtet fühlt. Ansonsten bin ich aber sehr zufrieden mit meiner Wohnung. Man muss hier allerdings schon ein Faible dafür haben in der Innenstadt zu wohnen oder einen Affekt zum Nachtleben, denn hier passieren immer sehr viele Dinge auf der Straße. Einmal wurde eine Frau von der Polizei in einem weißen Lieferwagen abeskortiert, das war ganz witzig.

 

 

7. An welches Erlebnis denkst du im Zusammenhang mit deiner Wohnung oft zurück?

Wir hatten hier früher echt große Vorglühen, also ich glaube das Maximum waren so 20 Leute in der Wohnung und wir haben hier tatsächlich Beer Pong und Flunky Ball gespielt. Flunky Ball mit einer Limette … dementsprechend sah es danach auch aus. (lacht)

Ansonsten sind da im Nachhinein betrachtet sehr viele lustige Sachen passiert. Wenn dann auf einmal mit Deo eine Stichflamme bis zur Decke ist oder du Heim kommst und dein Macbook versteckt ist und du es nicht mehr findest. (lacht)

Sehr schön ist auch immer das Bürgerfest, wenn schönes Wetter ist und wir auf dem Balkon außen sitzen.

 

 

8. Fehlt dir noch etwas in der Wohnung?

Ich hatte vorher zwei Zimmer, aber ich bin Student. Daher bin ich da relativ bescheiden geworden. Ich hätte gerne ´ne bessere Soundanlage, weil die schon relativ alt ist und die Hälfte der Boxen nicht mehr funktionieren. Das wäre noch ganz cool!

9. Wie lange bist du schon DJ und wie kam es dazu?

Ich mache das jetzt seit 7 Jahren. Ich sag immer selber, dass ich früher ein richtiger Nerd war und damals im Tanzkurs hab’ ich so dieses Programm gesehen mit dem man da Musik gespielt hat und ich fand das immer interessant. Dann hab’ ich mir das selber runtergeladen und mich so bisschen in die Materie eingelesen. Es stand auch immer dieses Technische im Vordergrund…gar nicht mal das vor super vielen Leuten spielen oder auf großen Partys, sondern einfach der Spaß an der Sache selber.

 

 

10. Wie vereinbarst du das Auflegen mit deinem Alltag?

Also ich hatte schon mal Lärmbeschwerden, aber es war nur einmal die Polizei da. Die kamen da die Treppe hoch gelaufen und ich habe runtergelallt: ,Ah! Wer beehrt mich zu so später Stunde?’. (lacht)

Ansonsten ist es immer schwierig, wenn man unter der Woche vor vielen Leuten auflegt und voller Adrenalin ist, aber am nächsten Tag mittags wieder in die Bib geht. Da merkt man den Unterschied schon stark.

 

 

11. Hast du Vorbilder oder eine bestimmte Traum-Location?

Ja, also die Swedish House Mafia immer noch … ganz früher auch Calvin Harris, als er noch diesen Brit-Electro-Pop gemacht hat. Eher doch einiges aus der House-Richtung, obwohl ich mittlerweile mehr Hip-Hop auflege.
Die Frage nach der Traum-Location kommt wirklich oft und ich kann da immer nie wirklich was dazu sagen. Ich finde das Ultra Music Festival in Miami ziemlich geil, weil das noch eher was mit Musik zu tun hat als das Tomorrowland. Da ist einfach zu viel außen rum!

Ansonsten vielleicht auch mal auf Ibiza.

 

 

12. Was sind deine Lieblingsorte in Bayreuth und hast du Verbesserungsvorschläge?

Im Kraftraum bin ich fast jeden Tag um zu Essen oder einfach nur zu chillen und den La-Spezia-Platz mag ich auch noch sehr. Außerhalb von Bayreuth gibt es auch noch diesen Kulmberg da hat man einen super geilen Ausblick über die Stadt.

Im Nachtleben sind meine liebsten Locations auf jeden Fall die Suite und die Fabrik!

Ich finde den Stillstand in Bayreuth schlimm. Fortschritt findet hier leider nur sehr langsam statt. Außerdem find ich’s auch nicht so schön, dass die Studenten in Bayreuth so nebenher leben. Es gibt irgendwie keinen direkten Bezug und die Uni ist so ein komplett anderer Teil von Bayreuth, wo sich noch ganz viel Leben abspielt und in der Innenstadt sind wieder komplett andere Leute. Das ist echt schade!

 

 

13. Hast du zum Schluss noch einen Musiktipp oder eine Lebensweisheit für uns?

Als Lebensweisheit find’ ich immer ganz gut, dass man sich selbst nicht zu ernst nehmen sollte. Ein Musiktipp wäre das Album ,Camp’ von Childish Gambino. Das ist echt top! Sunrise ist ein mega Lied daraus. Oder auch das Mixtape ,The Great Gambino’ finde ich auch hammer. Das kennen glaube ich nicht so viele, aber das ist richtig nice.

 

MUSIKTIPP: Childish Gambino – Sunrise