,,Auf jeden Fall der Toaster“

Ellen (21), Jacob (21), Seb (22) – Saas – Studenten – Unteres Stockwerk in einem Zweifamilienhaus – ca. 100 qm – 3 Zimmer, Küche, Bad und Toilette


Ellen, Jacob und Seb bei einem Bier in der Küche.

 

1. Wie seid ihr nach Bayreuth gekommen bzw. stammt ihr aus Bayreuth? 

Jacob: Ich komme eigentlich aus Hamburg und bin wegen dem Studium hergezogen. Über einen Kumpel bin ich an den Studiengang (Philosophy & Economics) gekommen. Die Uni hat mich dann angenommen und die WG auch. Seit Oktober 2016 bin ich jetzt hier und komme ins 2. Semester.“

Seb: „Das hört sich besser an als: ,,Ich bin noch im 1. Semester’’.“

(Lachen)

Seb: „Ich bin hier gelandet, weil die Uni einen recht guten Ruf hat und sie mir zugesagt hat. Seit 3 Semestern bin ich schon hier.“

Ellen: „Bayreuth war eigentlich Zufall. Ich komme aus Dachau und hatte Bayreuth nicht wirklich auf dem Schirm. Die Uni hat zwar einen guten Ruf für Ethnologie, aber davor war ich mir noch gar nicht sicher was ich studieren will. Also war es auch Zufall. Ich bin, genau wie Seb seit 1 ½ Jahren hier, oder wie Jacob sagen würde: ,,Ich komme jetzt ins 4. Semester’’.“

                            Der Abort der WG.

 

2. Wie habt ihr die Wohnung gefunden? Gibt es eine Geschichte dazu?

Seb: „Ähm … die Frau die zuerst hier gelebt hat ist gestorben … Auf jeden Fall hat im oberen Stockwerk schon eine WG gewohnt, die dann neue Leute für das untere Stockwerk gecastet haben.“

Ellen: „Genau, wir haben dann eine neue WG hier gegründet und einige Möbel von der Vorgängerin übernommen, wie zum Beispiel die Eckbank.“

Seb: „Und das gute Silberbesteck ! … Das wir unbedingt in Bier umsetzen müssen …“

Jacob: „Ich hab‘ mich dann auch ganz normal beworben, bin zum Casting gekommen und wurde irgendwie genommen.“


Jacobs Zimmer ist das größte in der WG.

 

3. Was ist euer wichtigster Gegenstand?

Ellen: „Ich wusste, dass ihr das fragt!“

Jacob: „Mein Schlagzeug.“

Ellen: „UNSER Gegenstand!“

(Lachen)

Ellen: „Auf jeden Fall der Toaster! Man weiß nie, ob die Küche danach noch steht.“

Seb: „Ja, der schaltet sich nicht aus. Der klickt so ganz leise wenn er fertig ist und eigentlich hochspringen müsste. Dann macht er aber ganz normal weiter und wird super heiß. Es ist auch schon vorgekommen, dass das Brot rot glühend war …“


Das Lieblingsgerät der WG – der Toaster!

 

4. Wo haltet ihr euch meistens auf ?

Alle: „Hm … eigentlich in der Küche.“

Seb: „Und im Sommer draußen.“ (Anm.: Großer Garten mit Terrasse)


Das Zimmer von Ellen ist vermutlich das ordentlichste.

 

5. Was ist das Besondere an eurer Wohnung ?

Seb: „… hm …. es gibt so vieles.“

(Lachen)

Seb: „Schön schmalzige Antwort. Also unser WG-Leben ist wirklich schön.“

Jacob: „Der Kühlschrank – auf dem der Alkohol steht. (Lacht) Ich würde sagen, dass alles sehr familiär ist.“

Seb: „Ja, genau. Wir teilen so ziemlich alles. Wir führen auch keine Liste über’s Einkaufen oder so. Und obwohl wir alle andere Essgewohnheiten haben, kauft jeder immer für alle ein. Einen Putzplan haben wir auch nicht, obwohl wir den seit Jacob hier wohnt einführen wollen.“

Jacob: „Warte mal … was?!“

Ellen: „… das besprechen wir nachher …“

(Lachen)

Seb: „Du hast Glück, dass ich so sehr gegen Pläne bin!“

Jacob: „Moment!!!“ (Lachen)

Ellen: „Wir machen auch relativ viel zusammen würde ich behaupten. Es ist eigentlich keine Zweck-WG.“


Den Flur zieren viele Bilder aus Magazinen und Zeitungen.

 

6. Gibt es etwas, das ihr an eurer Wohnung nicht mögt oder sogar hasst?

Ellen: „… es ist bissl kalt im Winter.“

Seb: „Ja, die schlechte Isolierung.“

Ellen: „Naja, es ist halt ein altes Haus.“

Jacob: „Und es ist sehr hellhörig.“

Seb: „Man hat auch einen richtigen Luftzug am Fenster. Und man muss sich damit abfinden, dass die Heizung im Winter manchmal nicht funktioniert … genauso wie der Toaster.“ (lachen)


In Sebs Zimmer spiegelt sich sein Chemiestudium wider.

 

7. Was war das Schönste oder Verrückteste, das ihr hier erlebt habt?

Seb: „… ich weiß nicht. Wir hatten mal eine Party wo an die 100 Leute hier waren. Da hatten wir sogar ein Bällebad.“

Ellen: „Die schönsten Abende waren für mich immer, als wir auf der Terrasse draußen waren und Feuer gemacht haben.“

Seb: „Ich fand den Abend auch ganz schön, als wir in der Hängematte lagen und ein paar Flaschen Wein getrunken haben.“

Ellen: „… einige Flaschen Wein!“ (Lachen)

Seb: „Ja … und ein bisschen zu laut waren für die Nachbarn.“

Ellen: „An der Hausparty war es aber anscheinend nicht zu laut…“

Seb: „Das spricht nicht gerade für die Hausparty.“ (lacht)

Die Küche dient als Gemeinschaftsraum.

 

8. Was wollt ihr unbedingt noch erzählen ?

Seb: (lacht) „Wir haben ein Gemüsebeet! Das funktioniert tatsächlich. Wir hatten letztes Jahr Tomaten.“

Ellen: „Meine Mama hat immer gesagt: ,,Tomaten werden nie was … aber die hat gelogen!“

Seb: „Meinst du die wollt nur, dass du nicht glücklich bist?“ 

Seb: „Wir haben auch Sonnenblumen, einige Kräuter. Dieses Jahr haben wir auch Knoblauch.“

Ellen: „Zucchini hatten wir auch, davon essen wir immer noch.“


Ein sehr alter Thermomix ist auch vorhanden. 

 


Ein Blick in den Kühlschrank.

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